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Fotos: W. Broemser
Wer groß (um-)baut, tut Großes - Schlosshotel Burgbrohl
Architekten: Rösner, Möseler, Kühmstedt (Remagen)
Bauzeit: seit 2009
Tagen und Tafeln im Schloss


Wenn Mauern reden könnten, dann wäre dieses in einem Seitental
des Rheins gelegene 4-Sterne-Hotel eine reizende Plaudertasche, die
den Gast um seine Nachtruhe bringt...

Das Anfang 2011 eröffnete Schlosshotel Burgbrohl entstand durch
Umbau und Sanierung eines barocken Schlosses, das seinerseits der
Nachfolger einer durch die Franzosen zerstörten mittelalterlichen
Burg war. Häufig wechselten die Besitzer des Anwesens; bis in die
1960er Jahre diente es sogar als Kloster eines Männerordens. Auf  
die Glaubensjünger folgte ein Jünger der Kunst: Der österreichische
"Schockmaler" Gottfried Helnwein erwarb die Anlage 1985 und be-
gann damit, sie nach alten Plänen zu restaurieren. 2009 schließlich
kaufte der jetzige Schlossherr das bauliche Kleinod.
Architekturen // Revitalisierung
Tomaso Albinoni: Konzert für Oboe und Streicher Nr. 2, d-moll (Allegro)
"Aber du hast doch eine richtige Plauze, Bruder. Wie wär´s mit Low Carb?"
Fischpass
Bauspiele
Militärhistorisches Museum
Schlosshotel
Schiefermahlwerk + Kulturhaus
Universitätscampus
Evangelische Freikirche
Grimm-Zentrum
Regionale Schule
Bürohaus Dockland
Vinothek
Neue Synagoge
Hummerich-Halle
Food Hotel
Forum Confluentes
Mehrgenerationenhaus
Steinskulpturen-Museum
Lava Dome
Glashaus
Wellness- & Tagungshotel
Auf der Burg 1
56659 Burgbrohl
Tel.: 02636/80 01 40
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"Architektur ist das, was über   das Gebaute hinausweist, sie ist der sichtbar werdende geistige
Anteil am Bauen. Sie kann nur entstehen, wenn der Bauherr den
Mehrwert erkennt, der durch gute Architektur geschaffen wird. Er muss dieses Bekenntnis zum Mehrwert bis zur Fertigstellung des Hauses und darüber hinaus
durchhalten."   
      Tobias Nöfer
Fotos: Schloss Burgbrohl
"Schloss-Höhlen? Kennen wir nicht - unsere Hierarchien sind so flach wie unsere Bäuche."
Liebesheirat von Alt und Neu

In dem historischen Gemäuer tummeln sich jetzt Tagungsteilnehmer
und Wellness-Touristen. In mehreren Bauabschnitten entstanden   
59 Zimmer und drei Appartements, ein Restaurant, eine Schenke
sowie ein Biergarten mit Blick auf die bewaldeten Hügel um Burg-
brohl. Drei mit modernsten Kommunikationsmitteln ausgerüstete
Seminarräume bieten Platz für 25 bis 60 Personen.

Alt und Neu wurden behutsam kombiniert. In den Zimmern bilden
Schleiflackmöbel und knorrige Fachwerkbalken einen schönen
Kontrast, im Restaurant harmonieren unverputzte Bruchsteinwände,
die Putzdecke und das warme Licht der Spotstrahler miteinander.  
Der neuerbaute Gebäudeflügel der Wellness-Oase "Castellum Spa"
entspricht in Kubatur und Höhe dem Schloss, verleugnet aber mit
seiner Putzfassade und dem Satteldach - Gegenpole zur Steinfassade
und dem Mansardwalmdach des Schlosses - nicht seine Modernität.

Gedicht aus Stein

Dieser Ort ermöglicht kleine Fluchten in eine andere Welt, aus-
gestattet mit zeitgenössischem Komfort. Barocke Kultur trifft auf den
Hedonismus von heute und beide werden ein Liebespaar. Schloss
Burgbrohl ist ein Gedicht in Stein, dessen jüngste Verse die Gäste des
Hotels schreiben. Architektonisch einzigartig und an Geschichte(n)
reich, vermittelt die Herberge ein aristokratisch gesteigertes Lebens-
gefühl. Diese Eigenschaften machen das Haus zur Marke. Branding
und hochwertige Architektur gehören zusammen. Historische
Baukunst, modern interpretiert, schafft Heilige, denn Marken sind  
die Heiligen der Konsumwelt, die uns mit der Utopielosigkeit des 
Konsums versöhnen. Dafür lohnt sich eine weite Anfahrt - Marken
liegen nicht am Wegesrand, sie verlangen Pilger.